Wann ist ein Plagiat ein Plagiat?
05.03.2011 23:05
Die Affäre um zu Guttenberg hat mich persönlich betroffen gemacht. 1986 habe ich das Naturheilkundelexikon als Buch veröffentlicht, das Sie nun im Internet lesen können. Ein Jahr später hat das jemand anders - fast eins zu eins kopiert - unter seinem eigenen Namen veröffentlicht.
Das ist lange her und ich hatte es längst vergessen. Da hatte jemand unverdient Geld mit meinem Buch verdient, aber das hat weder Medien noch Staatsorgane interessiert.
20 Jahre später finde ich zufällig eine Kopie eines Artikels über Ginseng, den ein Autor über einen Fernsehsender verkauft hat. Damals war ich als Medizinjournalist Mitglied in einem Journalistenverband. Ich habe eine Entschädigung von 300 Euro erhalten.
Noch ein wenig später finde ich eine Internetseite, auf der ein anderer Artikel von mir wortwörtlich kopiert war.
Drei Betrüger, von denen sich nicht einer entschuldigt hat, von denen keiner bestraft worden ist.
Herr zu Guttenberg hat sich sicherlich nicht mit den Zitaten ohne Fußnoten bereichert. Wahrscheinlich hätte auch keiner seine Doktorarbeit gelesen, wenn er nicht so beliebt gewesen wäre. Aber man sieht, dass es in Deutschland sehr unterschiedliches Recht gibt. Sinngemäß heißt das: Wenn Du ein einfacher Bürger bist, ist Deine Arbeit unbedeutend. Also schweig!
Die „Elite“ zittert, weil sich wahrscheinlich viele die Freiheit des Zitierens ohne Quellenangabe genommen haben.
Das ist lange her und ich hatte es längst vergessen. Da hatte jemand unverdient Geld mit meinem Buch verdient, aber das hat weder Medien noch Staatsorgane interessiert.
20 Jahre später finde ich zufällig eine Kopie eines Artikels über Ginseng, den ein Autor über einen Fernsehsender verkauft hat. Damals war ich als Medizinjournalist Mitglied in einem Journalistenverband. Ich habe eine Entschädigung von 300 Euro erhalten.
Noch ein wenig später finde ich eine Internetseite, auf der ein anderer Artikel von mir wortwörtlich kopiert war.
Drei Betrüger, von denen sich nicht einer entschuldigt hat, von denen keiner bestraft worden ist.
Herr zu Guttenberg hat sich sicherlich nicht mit den Zitaten ohne Fußnoten bereichert. Wahrscheinlich hätte auch keiner seine Doktorarbeit gelesen, wenn er nicht so beliebt gewesen wäre. Aber man sieht, dass es in Deutschland sehr unterschiedliches Recht gibt. Sinngemäß heißt das: Wenn Du ein einfacher Bürger bist, ist Deine Arbeit unbedeutend. Also schweig!
Die „Elite“ zittert, weil sich wahrscheinlich viele die Freiheit des Zitierens ohne Quellenangabe genommen haben.